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maße & druckauflösung |

 

maßeinheiten |

In der Regel wird in Punkten gemessen, die sich an der Höhe des Gevierts (nicht die des gedruckten Buchstabens) orientiert. Der Punkt ist die kleinste Einheit eines typographischen Punkt-Systems, dass zur Vereinheitlichung von Buchstaben- und Abständen-Größen entwickelt wurde. In der Typografie bilden der Didot-Punkt und der Pica-Point die gebräuchlichsten Maßeinheiten.

Der Didot-Punkt wurde Ende des 18 Jhs. von dem französischen Drucker Françoise Ambrois Didot entwickelt und verbreitete sich später in ganz Europa. Ursprünglich war der Didot-Punkt auf genau 0,376065 mm festgelegt, wobei er einfach den französischen Fuß durch 72 geteilt hat, später wurde er zur Vereinfachung auf 0,375 mm abgerundet.

Im Maßsystem Didots gibt es noch weitere Einteilungen: So entspricht ein Cicero (cc) der Größe von 12 Didot-Punkten (= 4,512 mm); 4 Cicero bilden eine Konkordanz (= 18 mm).

typografiesche maßeinheiten

Am Computer wird heute meist in points (Pica-Punkten) gemessen, wobei ein Point des Pica-Systems 0,351 mm entspricht (12 points bilden einen 1 pica und 6 pica einen inch).

 

druckauflösung: dpi – lpi |


Postscript-, Truetype und neuere Schriftformate sind bezüglich ihrer Druckqualität frei skalierbar und damit im fertigen Print-Produkt gestochen scharf. Kommen Schriften oder typografische Illustrationen allerdings in Bilddateien (z.B. eps, tiff etc.) vor, ist bereits bei der Digitalisierung (scannen) bzw. bei Entwurf/Bearbeitung der „Bilder” auf die spätere Druckauflösung zu achten.

Da die meisten Layoutprogramme aus den USA stammen, ist die Auflösung in der digitalen Bildbearbeitung in englischen Bezeichnungen wie „Dots” (bezeichnen die kleinsten auf einem Monitor bzw. Drucker darstellbaren Bildpunkte) und „Lines” (bezeichnen z.B. bei Halbtonbildern die Linienanzahl) angegeben. Dots und Lines beziehen sich meist auf das ebenfalls engl. Längenmaß „Inch” (2, 54 cm) und sind in den Druckauflösungseinstellungen der Bearbeitungsprogramme somit als „dpi” (dots per inch) oder "lpi” (lines per inch) angegeben. Eine durchschnittliche Druckauflösung von 300 dpi bedeutet somit eine Auflösung von 300 Punkten auf einen Inch (entspricht 118 Punkte/cm).

Um „pixelige” und unscharfe Darstellungen in der Endausgabe zu vermeiden ist die Kenntnis des Bild-Endformats (Breite x Höhe) sowie der angewendete Druckraster deshalb ratsam. Ist dies bekannt, kann das Bild im Originalformat eingescannt/kreiert werden, wobei zur Qualitätsoptimierung meist eine Auflösung gewählt wird, die doppelt so hoch ist, wie der Druckraster (meist 60er oder 80er Raster). Die Optimierung der Druckauflösungsqualität wird „Qualitätsfaktor” genannt (im Normalfall: doppelt so hoch wie Druckraster = Druckraster x 2 = Qualitätsfaktor 2).

Da sich nun die Rasterangaben im deutschen Sprachraum auf Zentimeter beziehen und die "dpi”-Einstellung auf Inch wird der Raster-Parameter zusätzlich auf Inch umgerechnet, also mit 2,54 multipliziert (da 1 Inch 2,54 mal so groß wie ein Zentimeter).

Die Formel zur Berechnung der richtigen Druckauflösung lautet:

Berechnung der Druckauflösung 1


So wäre die Auflösung für einen 80er Raster z. B. so zu berechnen:
80 x 2 x 2,54 ergibt 406, 4 dpi (gerundet: 400 dpi)
Für den Druck mit einem 60er Raster würde dies so aussehen:
60 x 2 x 2,54 = 304,8 dpi (gerundet: 300 dpi)

Um die Umrechnung zu erleichtern, kann man aber auch die Faustregel: Druckraster x 5 (2 x 2,54 = 5,08 = gerundet 5) anwenden.

Berechnung der Druckauflösung 2

Wird das Bild nun im Layout und Endformat größer dargestellt, verringert dies wiederum die Bildqualität. (z.B. ein Bild mit 300 dpi Auflösung wird 130% vergrößert so ergibt dies: 300 dpi ÷ 1,3 = 230 dpi; bei 200% hieße dies: 300 dpi ÷ 2 = 150 dpi = schlechte Bildqualität)

Fazit: Auf die Qualität des Endprodukts achten!