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schriftsatz-techniken 3|

 

Absätze & Registerhaltigkeit |


Absätze und Leerzeilen dienen der gedanklichen Gliederung von Texten und erhöhen Lesefreundlichkeit, sie sind der Atem eines Textes, und stellen eine typografisch-inszenierte „Nachdenkpause” dar, ehe ein neuer Gedanke beginnt oder hervorgehoben werden soll. Dies ist vor allem bei Web-Publikationen wichtig, da Screen-Texte das Auge anstrengen und längere, ungegliederte Textpassagen die Lesemotivation beeinträchtigen.

Eine Sondervariante der Absatzmarkierung ist der Einzug am Absatzanfang, bei dem jeweils die erste Zeile eines Absatzes um einen bestimmten Wert eingezogen wird (siehe Bild unten: mittlerer Absatz). Hier sollte die letzte Zeile des Vorabsatzes nicht weniger Text enthalten, als der verwendete Einzug groß ist, da ansonsten eine „optische” – und vielleicht unerwünschte – Leerzeile erzeugt wird.

Absatz, Leerzeilen, Registerhaltigkeit - Beispiel


Wenn die Zeilen der Vorderseite mit jenen der Rückseite eines Buchblattes oder mit jenen der nebenstehenden Spalten auf einer Grundlinie liegen, so wird dies Registerhaltigkeit genannt (siehe Bild oben rechts, 1. Absatz). Hält ein Text nicht „Register” (siehe Bild oben rechts, 2. & 3. Absatz), so kann dies vom sensiblen Auge als unangenehm empfunden werden. Im professionellen – und nicht billigen – Layoutprogramm „Quark X-Press” läßt sich die Registerhaltigkeit durch Grundlinien-Rastereinstellungen justieren.


Grauwert |


Der Grauwert (auch Graubild genannt) ergibt sich auch dem Anteil der bedruckten (aktiven) Fläche in Relation zur unbedruckten (passiven) Leerflächen und wird durch Strichstärke, Schriftschnitt, Laufweite, Zeilenabstand und Leerzeilen bestimmt.

Grauwert, Graubild


Je gleichmäßiger das Graubild, umso mehr stechen Auszeichnungen und Schriftmischungen ins Auge. „Fette-” oder auch Bold-Schriften ergeben einen sehr dunklen Grauwert, wohingegen feingliedrige Schriftschnitte wieder sehr (und manchmal zu) hell wirken; – in beiden Fällen gilt es, das auf den Text und die Textmenge abgestimmte Maß zu finden, um das Auge im Lesefluß nicht über zu strapazieren, da sonst das Auge rasch ermüdet und die Lesemotivation nachläßt.