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buchstaben-gestaltungsbegriffe |



fleisch – dickte – punze - geviert |

 

Darstellung: Fleisch, Dickte, Punze


Als Dickte wird die Breite eines Buchstabens bezeichnet. Den Raum rund um den Buchstaben außerhalb des Schriftbildes nennt man Fleisch, den innerhalb des Zeichens Punze. An der Ausrichtung der Punzen kann auch die Achsenstellung eines Buchstabens abgelesen werden.

Achsenstellung

So sind die Punzen beispielsweise bei Renaissance-Schriften eher nach links geneigt und bei Barock-Schriften in senkrechtem Winkel zur Grundlinie. Die Achsenstellung ist aber nicht zu verwechseln mit dem Kursiv-Satz einer Schrift.

Geviert nannte man beim Bleisatzdruck jene Fläche des Schriftkegels, auf dem sich der zu druckende Buchstabe befand, den Drucktype (etwa wie die Druckfläche eines Stempels). Um Blocksatz – ohne unmotiviert scheinende Leerräume zwischen den Buchstaben – zu ermöglichen waren Zeichentypen je nach Breite auf veschiedene Geviert-Maßen (Halbgeviert, Viertelgeviert, Achtelgeviert) untergebracht (siehe auch Begriffsglossar: Ligatur). Aus dem Fleisch ober und unterhalb sowie seitlich des Buchstabens ergaben sich Zeilen- und Buchstabenabstand.

Geviert und Aufteilung des Gevierts