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buchstaben-gestaltungsbegriffe |



form – linienführung – proportion |

Ist die Linienführung eines Buchstabens gleichbleibend stark so wird von einem „linearen Schriftzug” gesprochen. Variiert der Schriftzug gedoch zwischen schmalen und breiten Linien – an das Schreiben mit Breitfeder erinnernd – dann weist die Schrift einen „Wechselzug” auf, wobei der breitere Strich „Grundstrich”, der schmalere „Haarstrich” genannt wird.

Linearer Schriftzug u. Wechselzug


Desweiteren können Buchstaben verschiedene Formen aufweisen [siehe unten a)], wobei Außen- oder Binnenform unterschiedlich sein kann. So wird in beiden Fällen von einer eher runden oder linearen (kantigen) Form gesprochen. Es können aber auch beide Formen gleichzeitig auftreten, wie beispielsweise bei der unten gezeigten Mix-Form des Schrifttyps „Ad Lib”.

Die Grundform des Buchstabens unterliegt aber auch Proportionen, die sich aus dem Verhältnis von Höhe zu Breite ergeben, also eher breit oder schmal [siehe unten b)].

Buchstaben-Grundformen


Besitzt die Form jedes Buchstabens eines Alphabets die gleiche Breite, so spricht man von „dicktengleichen Schriften” oder „Festbreitschriften” [siehe oben c)] Hier werden eher schmale Buchstaben wie beispielsweise das „i” durch Serifen in der Breite ausgeglichen, um zu große Leerflächen im Text zu vermeiden. Dicktengleiche an Schreibmaschinen-Schriften erinnernde Typen (z.B. Courier) werden beispielsweise bei professionellen Drehbüchern – zur besseren Abschätzung des Textvolumens – gefordert. Bei „Proportionalschriften” [siehe oben c)] weisen die Buchstaben unterschiedliche Breiten auf, sie haben also unterschiedliche Dickten.