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der lateinische buchstabe |

 


Der Begriff Buchstabe bedeutet „Schriftzeichen” für einen Sprachlaut und stellt eine jeweils kulturspezifisch-unterschiedliche Kodierung bzw. Übersetzung von auditiven Lauten (Vokale und Konsonanten) in visuelle, abstrakte Zeichen dar. In der Linguistik wird er als ein „Graphem” bezeichnet, das einem „Phonem” entspricht.

Das abstrakte Zeichen „charakterisiert” den Laut und stellt damit die Gesamtheit seiner wesentliche Merkmale (wie Laut, Aussprache etc.) dar – nicht zufällig wird der Buchstabe im Französischen als „caractère” bezeichnet.

Etymologisch geht der Begriff „Buchstabe” auf das 8. Jahrhundert zurück und stellt ein zusammengesetzes Wort aus dem altnordischen „bok” (gesticktes Kissen, Buch) und „stafr”, „stabi/a” (Bezeichnung für Runenzeichen) zusammen. Da Runen auch heute noch einen senkrechten kräftigen Strich besitzen , den soganannten „Stab”, nach dem das ganze Runenzeichen benannt ist, wurde der Begriff für Schriftzeichen aus Unterscheidungsgründen zum ahd. „buohstab”, mhd. „buochstabe” erweitert.

Im Griechischen wird „Buchstabe” oder auch „Geschriebenes” mit „grámma” bezeichnet, eine Ableitung von „gráphein”, das für das „kerben, ritzen, drücken, schlagen, schreiben” steht.

Der lateinische Begriff für den Buchstaben, „littera” bildet sowohl den Ursprung für die „Literatur” wie auch die „Lettern” (Druckbuchstabe, Type), in denen diese gesetzt ist.

Befindet sich der Buchstaben-Vorrat einer spezifischen Sprache in einer systematischen Anordnung so wird von einem „Alphabet” gesprochen.