:: who's that poo ::

Die extraterrestrische Lebensform
Alien Poo verblüfft die wissenschaftliche Fachwelt mit neuen
Lösungsvorschlägen. Ein Bericht von Barb JonesVater und
Mutter von Alien Poo sind unbekannt. Sein Alter ist nicht verifizierbar.
Alien Poo ist anders, anders als wir, es ist eine exterrestrische
Lebensform. Der Nasa-Wissenschaftler und Chef-Chirurg Herbert Mengele
vermutet aber, daß Poo einem unbekannten Planetensystem entstammt.
Poo selbst benennt sein Herkunftssystem als "Nichts in
dem alles möglich ist und die Wissenschaft steht vor
einem Phänomen.
Ich treffe Poo im Café
Korb und anfangs befremdet muß ich mir eingesthen, daß
die Verhaltensmuster von Poo mit wirklich Gar-Nichts von dem uns
bekannten vergleichbar wären. So stützt sich sein Verhalten
gegenüber der Umwelt nicht auf äusserliche Konventionen
sondern auf eher infantile, präanale Verhaltensmuster. Am
Anfang hatten die Leute wirklich Angst vor mir ... kann
ich dem seltsam-verzerrten Laut- und Konsonantenausstoß des
Aliens entnehmen.
Doch trotz seiner mit angsterregend-nackten,
bläulich pigmentierten Erscheinungsform und kryptisch-lallomanischem
Sprachausdruck kann Poo als äußerst natürliches
Wesen mit hohem Philanthropie-Quotienten bezeichnet werden.
Und dies auch trotz offener terrestrischer
Justizverfahren gegen das Alien. So soll Poo laut Angklageschrift
vom 17. Jänner 1995 seine Entlassung aus dem Nasa-Science-Research-Labor
während einer Operation erzwungen bzw. erschleimt
haben.
Nach Abbruch der geplanten Amputation
des vorderen Alien-Gehirnlappens zu Forschungszwecken mußten
der Gastprofessor des Max Planck Instituts für extraterrestrische
Physik sowie drei chirurgische Mitarbeiter des European Space Agency
wegen akuten Darmirritationen notversorgt werden. Ursache dafür
war ein akut auftretender Nasenschleim, den Poo während der
Operation absonderte. Das Alien wurde daraufhin entlassen und ein
Gerichtsverfahren eingeleitet. Poo wartet noch auf den Gerichtsbeschluß
und äußert Ich habe meine Chirurgen wirklich
geliebt aber ich war niemals krank! Möge das Gericht
die richtige Entscheidung treffen.
Denn Poo weist ein Wissen und
gesellschaftliche Qualitäten auf, die der Menschheit nicht
vorenthalten bleiben sollen. Denn bereits kurze Zeit nach der Labor-Entlassung
avancierte es mit seiner natürlichen Unbefangenheit zum unterhaltsamen
Höhepunkt gesellschaftlicher Festivitäten. Es
hat Charisma! berichtete Jeanine Schiller, die Poo auf
einer jener unzähligen Veranstaltungen begegnete. Dort begeisterte
es die Anwesenden mit dem Ausscheiden gasförmiger und fester
Stoffwechselprodukte, mit Masturbation und virtuosem Sekretieren
und Speicheln in wechselnden Tonlagen. Auf das Alien angesprochen
sagen denn auch die Opernballintendanten Elisabeth Gürtler
und Ioan Holender das Poo auch bei Ihnen immer willkommen
und gern gesehener Gast sei.
Doch trotz seines gesellschaftlichen
Erfolgs ist Poo bescheiden geblieben, um sich seinen selbstauferlegten
Lebensauftrag zu widmen. Sein diesbezügliches Credo lautet:
"Ein Nichts auf der Erde zu errichten, in dem jeder ein
Nichts ist und sein darf, dem alle Möglichkeiten offenstehen
und seien es auch die unmöglichen.
Dies meint Poo ist über eine
konsequente Vertiefung in die Kunst der Ausscheidung
zu erreichen. Denn: Die Spezies Mensch soll sich weder
mit Besitz noch mit Kot belasten noch mit Kot!
Und mag dies in unseren Ohren
auch seltsam klingen, so ist dahinter zumindest Nichts zu erkennen.
Und dieses Wissen will Poo großzügig an die Menschheit
weitergeben. Sein diesbezügliches Mantra für Einsteiger
lautet folglich: Nichts ist möglich, nichts passiert!
Um seine Anliegen besser kommunizieren
zu können begann Poo 1999 unter dem Mantra-Titel seine "Laborberichte
ohne Ergebnis zu publizieren und Vortragsveranstaltungen
zu besuchen. Nach seiner erfolgreichen Forschungstätigkeit
leitete Poo nicht ohne Stolz sein letztes Hearing am Masachusetts-Institut
für Science & Economy mit den Worten ein: "The
result of our research is nothing! - "Wir haben
nichts herausgefunden!. Wir gratulieren zu diesem
Ergebnis! (bajo)
Einen
Abdruck der Laborberichte
» finden sie in dieser Ausgabe.
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