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:: offenlegung
nach dem paph-gesetz ::
»Paph« [auch: pav]
versteht sich als digitales Lager abstrusen, ominösen, morbiden
wie auch intelligenten Gedankenguts aus den Bereichen Pataphilie,
Ambivalenz, Paradoxie und Hedonismuswesen. Intention der Publikation
ist in erster Linie die »Liebe zum Wort« wie auch seiner
Funktionalität, Interpretierbarkeit, Viel- oder auch Nichts-Deutigkeit.
Denn Worte sind gesetzlose Chaoten,
wandern nomadisch von Mund zu Mund und verfolgen doch immer nur
das Ziel ihrer jeweiligen Autonomie momentaner »Wahrheit«.
Hierbei tarnen sie sich oft als Argument und stehen im Grunde genommen
bezuglos zu sozialen, ethischen oder moralischen Vereinbarungen
nur für ihr momentanes Selbst. Diesem Sinn und Zweck der Worte
möchte Paph befürworten und widersprechen! Warum?
Ziehen wir doch einfach mal ein
Wort wie z.B. »Wahlversprechen« an den Haaren
herbei, so kann festgestellt werden, dass es sich inhaltlich beliebig
und abhängig von gesellschaftlichen Trends verhält; weiters
zeitlich ungebunden und ohne spätere Bindungsverpflichtung;
in seiner Bedeutung wie seinem Verwendungszweck metamorph und abhängig
von jeweiligen WortnutzerInnen.
Die »Liebe«, »Beziehung«
oder »Ehe« verhält es sich ähnlich:
alle Begriffe besitzen eine willkürlich-variable, zeitliche
Bedeutung und der Zweck ihrer Verwendung ist ebenso metamorph und
abhängig von jeweiligen WortnutzerInnen.
Allein die Liste willkürlicher
Substantive ist bereits unendlich wie allein ein paar weiterführende
Beispiele wie »Gerechtigkeit«, »Popularität«,
»Macht«, »persönliche Freiheit«,
»Drogen«, »Sex«, »Heimat«
ê zeigen. Ein schier unbegreifbares Ergebnis brächte
hierzu die Durchleuchtung von Verben, Adjektiven wie auch weiters
von Sprüche und und den sog. geflügelten Worten.
Allerdings zeigt eine nähere
Betrachtung der Wörter auch, dass diese durchaus auch zur Opferrolle
und damit zur kontrollierbaren Beute ihrer NutzerInnen taugen. Und
dies etwa so, wie es eine Gruppe von DemonstrantInnen angesichts
von Wasserwerfern der Exekutive ist; je nachdem wie sich (politische)
Sprach- bzw. Mediensysteme diese Gruppe nutzbar machen wollen, können
sie die DemonstrantInnen" später als »HeldInnen«,
als »destruktive Anarchos« oder gar als »Terrorzellen«
ausdrücken und begriffisieren. Jemanden oder etwas in
Begriffe fassen, heißt somit gleichzeitig ihn/es dingfest,
nutzbar und funktionalisierbar zu machen.
Der Bodenschatz Wort (wer zahlt, sagt an
oder umgekehrt) ist somit auch als Prostituierte tätig;
diesbezügliche allgemeine Lizenzen zum Schutze der allgemeinen
Gesundheit stehen allerdings noch aus ...
Deshalb läßt sich Paph
weder begriffisieren, dingfestisieren noch zur Prostitution zwingen,
sondern nutzt die zwanglose Autonomie der www-Kommunikation und
des Paph-inhärenten Ideengutes. Die Paph-AutorInnenschaft
die teils aus virtuellen- teils aus realen Personen Personen besteht
erfreut sich deshalb bester Gesundheit.
Angesichts der oben genannten Wortvernutzung, hat sich »Paph«
als Background das Wort »Anarchie« tapetisiert, um ganz
allein für sich und seine Ordnung da stehen zu können.
Das Vorkommen der »Anarchie« in »Paph« ist
als Analogie zur öffentlichen Benutzung (z. B. X = U, Oligarchie
= Demokratie, Entertainment = Information) der Wörter zu verstehen
ist.
Paph beurteilt sich deshalb selbst als »durchaus absurdes
Unterfangen« und überlässt das Oszillieren in und
zwischen den Zeilen, in und zwischen Wahrheit & Lüge, Polemik
& Poetry, Spekulation, Nutzen & Nonsens dem Rest der Welt
...
Die Paph-Redaktion
Goto
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